Keine Grundverschlüsselung bei ARD und ZDF…
Kategorie: TV-News - Jörn | | 21.Juni 2006
…oder doch?…man weiss es nicht. Seit monaten wird um die Grundverschlüsselung durch den Satelliten-Betreiber SES-Astra diskutiert. SES-Astra hatte schon im Februar, zusammen mit den kommerziellen TV-Anbietern der RTL-Group sowie der Sendergruppe ProSiebenSat.1 angekündigt, ab 2007 deren Programme nur noch verschlüsselt digital via Satellit zu senden.
Nun sprachen sich am gestrigen Dienstag, sowohl der Vorsitzende der ARD Thomas Gruber als auch ZDF-Intendant Markus Schächter, gegen dieses Vorhaben aus. Sie erteilten der Rundfunkkommission, die durch Ministerpräsident Kurt Beck vertreten wird, eine unmißverständliche Absage.
In dieser Absage bezeichnen ARD und ZDF die Grundverschlüsselung als “Etikettenschwindel”. Nach Meinung von Gruber und Schächter gehe es um nichts anderes, als einen Einstieg in weit reichende Pay-TV Angebote vorzubereiten.
Nun hoffen ARD und ZDF natürlich, dass deren Argumente so gewichtig sind, dass die Diskussion um die Verschlüsselung des Free-TV auf eine breite Basis gestellt wird.
Nun gibt es einen Verband der da heisst: Verband Private Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) und der schiesst nun in Richtung der öffentlich-rechtlichen-Anstalten. Jürgen Doetz, Präsident vom VPRT, bezeichnet die öffentlich-rechtlichen Anstalten als “die größten Zwangs-Pay-TV-Institutionen Deutschlands” und verwundere nicht, dass diese sich gegen den Ausbau der technischen Infrastruktur wehren, der für andere Veranstalter die Option für Finanzierungsmodelle eröffne.

“Noch gravierender muss die Angst der öffentlich-rechtlichen Anstalten sein, dass durch eine Grundverschlüsselung der Verbraucher in die Lage versetzt wird, nachzuweisen, dass er nur private Angebote nutzt. Es wird dann nicht lange dauern, bis sich noch mehr Menschen als bisher weigern, für eine Fülle von öffentlich-rechtlichen Programmangeboten zu zahlen, die sie nachweislich nicht nutzen”, so Doetz weiter.
Junge Junge, da wird aber zurückgeschossen, obwohl so ganz unrecht hat er nicht. Man stelle sich mal vor, es bestehe die Möglichkeit das Angebot der öffentlich-rechtlichen-Sender nicht zu nutzen und somit auch die GEZ zu sparen, nicht auszudenken wer alles auf deren Angebote verzichtet.
Via: DWDL
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