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  • Bundeskartellamt war mal bei SevenOne Media zu Besuch

    Kategorie: TV-News - Jörn | | 20.Juni 2007

    Am Dienstag hatte das Bundeskartellamt Schnüffler zum Werbezeitenvermarktern SevenOne Media (ProSiebenSat.1) und IP (RTL) geschickt. Grund der Prüfung durch die Kartellis war der “Verdacht auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung sowie wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei der Vermarktung von Fernsehwerbung”, so ProSiebenSat.1. Gegenüber “Reuters” erklärte eine Sprecherin des Kartellamts, dass das Amt den Verdacht nachgehe, dass kleinere Sender durch Rabatte für die großen TV-Ketten aus dem Markt gedrängt werden sollten. Dabei richtete sich der Focus der Wettbewerbshüter auf sogenannte “Share Deals”, bei denen die Vermarkter den Mediaagenturen hohe Rabatte einräumen, wenn die Agenturen einen hohen Anteil ihrer Spot-Einkäufe bei den großen Sendergruppen bündeln. So hätten kleinere Sender kaum eine Chance an Werbung zu kommen. “Damit könnte der Marktzugang erschwert werden”, so die Sprecherin gegenüber “Reuters”. Auch sind bei den Untersuchungen Unterlagen mitgenommen worden, die nun penibel von den Hütern ausgewertet werden. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen empfindliche Bußgelder. ProSiebenSat.1 prüft die Vorwürfe, geht aber davon aus, dass sich SevenOne Media nicht kartellrechtswidrig verhalten habe.
    Quelle: Kress

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